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Vorrundenrückblick Teil 1 – Damen und 6. Herren

Damenmannschaft

Die rheinhessischen Hochburgen im Frauentischtennis heißen Drais, Gau-Odernheim und natürlich allen voran Bingen/Münster-Sarmsheim. Denkt man an den RSV Klein-Winternheim, denkt man nicht unbedingt an Damentischtennis. Dabei besaß der RSV in den 90ern und in der ersten Hälfte des neuen Jahrtausends durchaus Frauen-Teams, die stellenweise sogar bis in die 1. Verbandsliga von sich Reden machten. Dann jedoch geriet die weibliche Tischtennisriege für einige Jahre in Vergessenheit, nachdem sich die letzte verbliebene Mannschaft aus verschiedenen Gründen auflöste.
Doch in diesem Jahr passierte etwas, das man rückblickend eigentlich fast schon als logische Folge bezeichnen kann. Denn: Kann es tatsächlich sein, dass Mütter von erfolgreichen Tischtennis-Kids, die ihre Sprösslinge zu jedem Turnier begleiten, sie anfeuern und nach Niederlagen trösten, nicht auch selbst dem Tischtennis-Fieber erliegen? Kurz: Nein, es kann nicht sein! Der Virus ist ansteckend. Und außerdem: Woher sollen die Kinder eigentlich das Talent haben? Das muss doch genetisch bedingt sein, „im Blut liegen“, wie man so schön sagt. Und wenn das so ist, dann müssen die Eltern es schließlich auch können.
Dachten sich dann auch Monika Oehme, Heike Gottwald, Silke Schöne und Petra Vilz und entschlossen sich – der Dramatik wegen erst kurz vor Meldeschluss – dazu, doch eine „Mütter-Mannschaft“ zu gründen, die es in sich hat. Gute Spieler kennen ihre Stärken, aber sie kennen vor allem ihre Schwächen. Und da die vier oben genannten Frauen allesamt blutige Anfänger im Tischtennis sind, war ihnen klar, dass noch Verstärkung her muss. Gesagt, getan. Mit Erika Zimmerer kehrte eine erfahrene und gewiefte Defensivspielerin und ein Damen-Urgestein im RSV ins aktive Geschehen zurück. Und ein Küken musste auch noch her: Da kam mit Ann Kathrin Brusenbauch, einer ehemaligen Nachwuchs-Rheinhessenmeisterin, die ihre Lust am Tischtennis wiedergefunden hat, genau die Richtige daher. 

In Trainingseinheiten mit Lydia Meier wurden die Basics erlernt und erste Vorbereitungen für die Punktspiele getroffen. Und dann ging es los. Und wie. Zugegeben: Erika (Bilanz 11:1) und Ann Kathrin (10:4) erwiesen sich als die Punktegarantinnen für ihr Team, dahinter machten die restlichen Spielerinnen in wechselnder Aufstellung erste Gehversuche im Tischtennissport. Petra Vilz erwies sich hierbei als die bislang erfolgreichste Einsteigerin, doch auch Silke, Monika und Heike waren – wenn auch noch nicht viel Zählbares dabei heraussprang – mit Ehrgeiz und Spaß am Werk.

Zum Ende der Vorrunde liegt die Mannschaft mit 6:8 Punkten auf einem ordentlichen 5. Tabellenplatz.
Viel wichtiger ist aber: Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen. Und es ist ein Zeichen, wenn gestandene, männliche Verbandsliga-Spieler plötzlich ihr Training unterbrechen, um die Frauenmannschaft anzufeuern. Meine Damen, ich sage es ohne Übertreibung: Ihr seid der Farbtupfer in unserer Abteilung, der uns mehrere Jahre lang gefehlt hat!

 

6. Herrenmannschaft

Redet man über Tischtennis im RSV, redet man derzeit fast ausschließlich über gute Jugendarbeit und eine erfolgreiche 1. Mannschaft in der Oberliga. Doch jeder Verein lebt auch von seiner Basis. Von den Spielern, die nie die ganz hohen Leistungssportgefilde erreicht haben oder erreichen wollten, die aber schlichtweg Spaß am Sport mit dem kleinen, weißen Ball haben. Und wenn man auf unsere 6. Mannschaft schaut, lässt sich eines sagen: In punkto Trainingsfleiß und Anwesenheit sind sie ganz vorne im vereinsinternen Ranking.

In der C-Klasse rangiert unsere 6. Mannschaft mit 8:10 Punkten auf Platz 5 im guten Mittelfeld. Nach holprigem Start und verletzungsbedingten Ausfällen, hat sich das Team um Helmut Schneider berappelt und steht nun deutlich besser da, als dies Prognosen zu Saisonbeginn hätten vermuten lassen. Und es hat sich eines mehr als deutlich gezeigt: Helmut ist mit seiner ruhigen, liebenswerten Art das Herz der Mannschaft, ohne das es nun mal einfach nicht geht. Seine Rückkehr nach seinem Krankenhausaufenthalt, war gleichzeitig auch der Startpunkt der Aufholjagd, mit der unsere 6. Mannschaft am Ende noch ihren Mittelfeldplatz erobern konnte. Insofern steht fest, dass die Sechste „ihren“ Helmut einfach braucht. Nicht mehr und nicht weniger.

 

In der kommenden Woche blicken wir auf die Vorrunde der 5. und 4. Mannschaft.