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Mit überragender Moral haarscharf und extrem unglücklich an der Überraschung vorbei

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Mit großem Respekt bedanke ich mich bei meinen 5 Mitstreitern für die tolle Leistung und den vorbildlichen Einsatz im gestrigen Fight gegen den neuen Tabellenführer. Ohne Frank und Stollo ist es uns gelungen, die Gäste an den Rand einer Niederlage zu bringen. 9.978:10.437 TTR-Punkte am Spieltag zu Gunsten des Favoriten dokumentieren das Kräfteverhältnis mehr als deutlich. Trotzdem gelang es uns, die Gäste zu beeindrucken, und hätten wir nach dem zwischenzeitlichen 4:2 nur eins der drei engen Matches von Micha, Mark und Birke, in denen wir teilweise Matchbälle hatten, für uns entscheiden können, dann wäre mit Sicherheit zumindest ein Unentschieden drin gewesen.

Aber irgendwas hatte der TT-Gott anscheinend gegen uns, am Ende stand eine ziemlich bittere 5:9-Niederlage zu Buche. Trotz allen Frusts und der allgemeinen Enttäuschung können wir voller Stolz und erhobenen Hauptes auf das Spiel zurückblicken. Vielen Dank den Zuschauern und natürlich auch an Tim für die Unterstützung.

In meinem Spielbericht hätte ich vermutlich die gesamte Dramatik nochmal in vollem Umfang aufleben lassen und bestimmt an der einen oder anderen Stelle drastische Worte gefunden. Von daher ist es gar nicht so schlecht, dass die Zusammenfassung diesmal von einem (fast) unabhängigen Beobachter kommt, der den Verlauf mit mehr Abstand, aus einer etwas anderen Perspektive und mit einem gewissen Augenzwinkern dokumentiert.

Auch hierfür vielen Dank, ich denke, dass Euch der folgende Artikel gefällt. Für uns geht es am 06.03.2020 weiter beim Auswärtsspiel in Nieder-Ingelheim.

Die heimliche Spitzenbegegnung

In der fast ausverkauften Haybachhalle trafen in einer von allen Beteiligten in der Wichtigkeit heruntergespielten  Begegnung der Bezirks-Oberliga Rheinhessen Nord die Teams vom RSV Klein-Winternheim 3 und Sörgenloch/Zornheim (genannt Sö/Zo) 2 aufeinander, und das auch noch am 29. Februar, einem besonderen Datum, nachdem man fieberhaft einen Spieltermin für diese Nachholbegegnung gesucht hatte. Sö/Zo, davon Sö: es klingt wie die Anfangsbuchstaben eines Möbelstücks von IKEA und Zo wie Zorro, der berühmt-berüchtigten Figur aus dem alten Mantel und Degen-Filmen.

Zunächst hatten die Gäste den Degen in der Hand und führten nach den Doppeln mit 2:1. Nur Birke/Johann siegten relativ klar, während Flo/Mark ihre Satzbälle in Satz 1 und 3 nicht nutzen konnten. Auch das 3er Doppel Steffen/Michael schaffte es nicht, nach dem Gewinn des 1. Satzes das Spiel zu gewinnen. Fast hätte es noch zum 5. Satz gereicht, aber eben nur fast.

Furios gingen dann die Einzel los. Birke gegen Stahmann jun. und Flo Schellenberg gegen Linus Schwickerath. Flo gewann überraschend klar gegen Linus und Birke brachte es mit Ruhe und Übersicht zustande, gegen Stahmann in 4 Sätzen zu gewinnen. Als auch noch Johann gegen Krecki gewann zum Zwischenstand von 4:2, war allen klar, dass der Degen mittlerweile an unsere Jungs weitergereicht wurde. Aber leider nicht für lange Zeit. Knackpunkt des Spiels war die äußerst knappe Niederlage von Michael Holzfuß gegen Altmeister Jörg Hönig. Michael hatte 6 oder 7 Matchbälle in Satz 4, die nicht genutzt werden konnten. Trotz seiner Niederlage machte Michael ein Klasse-Spiel. Dies soll nicht unter den Teppich gekehrt werden. Da auch Mark trotz großer Chancen sein Spiel abgab, stand es 4:5 zur Halbzeit. Erneut mussten jetzt die Spitzenkräfte ran. Flo kämpfte beherzt gegen Stahmann jun., unterlag aber 1:3. Dramatisch das Spiel von Birke gegen Linus. Nach 0:2-Satzrückstand holte Birke auf und zeigte exzellente kämpferische Eigenschaften. Im 5. Satz fehlt ihm das Löffelchen Glück und Linus behielt mit 13:11 die Oberhand. Parallel spielte Johann gegen Lars Hönig. Ein enges Spiel, aber Lars hatte die besseren Bälle zum 3:1 für ihn.

Zwischenstand 4:8, der Degen war eindeutig wieder auf der Seite der Gäste. Die Zuschauer konnten sich noch aus dem reichhaltigen Angebot von Getränken und Speisen trösten: von der Rindswurst über Kuchen bis zur Banane gepaart mit einem Plopp-Flensburger. Dennoch sorgte Steffen mit einem verdientem 3:0 gegen Krecki noch für einen Funken Hoffnung. Michael musste noch einmal ran gegen Seegräber, aber ein gewonnener Satz war letztendlich zu wenig. Endstand 5:9. Sö/Zo hatte den Degen in der Hand und machte den Mantel zu.

Die Stimmung war dennoch auf beiden Seiten gut, man hörte danach noch so manchen Plopp der Bierflaschen. Irgendwie hat dieses Spiel Spaß gemacht, dazu hat auch Birkes Initiative der Bewirtung stark dazu beigetragen.

Ein Beitrag des Gast-Reporters Emil Runggartitscher