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Ein Wechselbad der Gefühle im Heimspiel gegen die TSG 1876 Drais

Wir hatten zwar nicht Freitag den Dreizehnten, aber ein Freitag war es trotzdem und der 13. Spieltag stand auf dem Programm. Es sollte ein denkwürdiger Abend werden, aber allzu oft brauche ich solche Ereignisse ehrlich gesagt nicht.

Die Gäste reisten in Bestbesetzung an, bei uns musste Spitzenspieler Frank leider passen. Ansonsten hatten wir alle Mann an Bord, allerdings gab es massive Probleme, dass zum Spielbeginn tatsächlich auch alle anwesend waren.

Da Flo am Abend noch mit der Verbandsjugend ein Spiel in Wendelsheim hatte und Micha’s Zeitplan etwas durcheinandergekommen war, standen wir 10 vor 8 Uhr noch zu viert in der Halle und mussten eine Entscheidung treffen, wie wir unsere Doppel aufstellen. Ein großes Kompliment machen wir an dieser Stelle unseren Gästen (allen voran Marcus Steyer), die im Sinne des Sports und des Fair Play einverstanden waren, die Spielreihenfolge zu ändern und uns somit etwas Zeit einräumten.

Genützt hat es uns für das Doppel 1 nichts, wir mussten kampflos schenken. Micha (der es dann doch noch rechtzeitig in die Halle geschafft hatte) und Steffen spielten solide gegen Marcus Steyer und Trautmann, allerdings reichte es beim 1:3 nur zu einem Satzgewinn.

Johann und Birke standen vor der schwierigen Aufgabe, gegen das Doppel 1 zu bestehen. 13:15 und 6:11 gingen die ersten beiden Sätze gegen Dederding/Schwitzgebel verloren, dann starteten wir unsere Aufholjagd. Von Punkt zu Punkt harmonierten wir besser, mit 11:5 und 11:9 konnten wir in den Sätzen ausgleichen, um uns dann den dramatischen Entscheidungssatz mit 18:16 zu sichern.

Im Anschluss begannen wir mit den Einzeln im mittleren Paarkreuz. Stollo war relativ chancenlos gegen Weil und konnte keinen Satzgewinn verbuchen. Deutlich besser verlief das Match von Johann gegen Trautmann. Nach einem klaren Erfolg im ersten Satz musste er den zweiten zwar knapp abgeben, aber danach hatte er den Gegner gut im Griff, spielte konzentriert und überlegt und sicherte sich den 3:1-Sieg.

Endlich war dann auch Flo in der Halle angekommen und konnte zu seinem Einzel gegen Niklas Steyer antreten. In keiner Phase der Begegnung hatte er größere Probleme, auch bei guten Aktionen des Kontrahenten hatte er immer eine Antwort parat und siegte deutlich mit 3:0.

Birke war gegen Dederding, die Nr. 1 der Draiser, gefordert. Zu Beginn des Spiels war ich immer noch ziemlich aufgewühlt wegen der nervenaufreibenden Spielvorbereitung und sonstigen Umstände an diesem Abend. Und da mein Gegner auch noch ziemlich gut spielte, lag ich mit 0:2 Sätzen im Rückstand. Aber wie schon im Doppel konnte ich Moral zeigen und mich auch spielerisch steigern. Mit 11:5, 11:6 und 11:8 gelang es mir, dass Spiel noch zu meinen Gunsten zu drehen.

Eine Doublette gab es dann fast im Spiel von Steffen gegen Schwitzgebel. Wieder stand es 0:2, auch Steffen schaffte den Satzausgleich. Der Triumph blieb ihm am Ende jedoch verwehrt, mit 9:11 musste er sich nach hartem Kampf im 5. Satz beugen.

Mit einem Sieg von Micha gegen Marcus Steyer war nicht unbedingt zu rechnen, zu souverän hatte der Draiser in den vergangenen Partien gegen uns agiert. Folgerichtig ging er auch 1:0 in Führung, doch dann fand Micha Mittel und Wege, seinerseits den Druck zu erhöhen und immer mehr Ballwechsel für sich zu entscheiden. 3:1 hieß es am Ende und mit einer 5:4-Führung gingen wir in die zweite Runde der Einzel.

Ganz wichtig, dass es uns in Person von Flo gegen Dederding gelang, ein drittes Spiel nach 0:2-Rückstand zu drehen. Deutlich verlor er die ersten beiden Sätze, doch mit 11:9 und 11:8 erkämpfte er sich den Entscheidungssatz. Der war dann eine relativ klare Sache, sehr zu seiner Freude und natürlich der Mannschaftskameraden.

Nun war Birke gegen Niklas Steyer an der Reihe, und es sollte das 3. enge Fünfsatzmatch innerhalb von knapp 2 Stunden für mich werden. Es war ein starkes Spiel von beiden Seiten mit guten Ballwechseln und viel Kampf und Einsatz. Nachdem ich mir den dritten Durchgang mit 12:10 zur 2:1-Führung gesichert hatte, lagen die Vorteile eigentlich bei mir, aber Steyer hielt dagegen, traf zunehmend besser mit der Rückhand und hatte leider den einen oder anderen Netz- und Kantenball, so dass er sich Satz 4 mit 11:9 holen konnte. Damit war mein Widerstand gebrochen, ich war vor allem emotional „leer“, so dass ich beim 3:11 kaum noch Gegenwehr leisten und nur noch gratulieren konnte.

Doch zum Glück war danach auf den Rest der Truppe Verlass. Stollo hatte Startschwierigkeiten gegen Trautmann, verlor den ersten Satz mit 10:12. Ein paar kleine Korrekturen in der Taktik sowie eine ausgewogene Mischung aus Abwehr- und überraschenden Angriffsschlägen sicherten ihm das 3:1, wobei es im vierten Satz die „Höchststrafe“, nämlich ein glattes 11:0 gab.

Damit führten wir 7:5 und es folgte ein weiteres Spiel über die volle Distanz. Der starke und überzeugende Johann spielte ein tolles Match gegen Weil. Nach vier relativ ausgeglichenen Sätzen stand es 2:2, der fünfte Satz ging dann klar an Johann, der uns somit schonmal das Unentschieden sicherte.

Den Schlusspunkt setzte Steffen gegen Markus Steyer, aber auch dieser 3:1-Erfolg war insgesamt eine ganz knappe Kiste. Die Durchgänge 1 und 2 holte sich Steffen, sein Gegner konnte dann nochmal verkürzen, aber mit 11:8 machte Steffen den Mannschaftssieg perfekt.

Ich möchte nochmals hervorheben, dass die Begegnung bei aller Rivalität, die zwischen den beiden Mannschaften herrscht, in einer tollen und fairen Atmosphäre ausgetragen wurde. Und auch wenn sich der eine oder andere Draiser vielleicht etwas benachteiligt fühlte: betrachtet man Hin- und Rückspiel zusammen, so haben sich Vor- und Nachteile doch ziemlich ausgeglichen. Denn beim Hinspiel hatten wir auf Wunsch der Draiser einer Verlegung zugestimmt, womit wir uns im Nachhinein selbst ein Ei ins Nest gelegt haben, denn die Gastgeber spielten mit voller Kapelle und wir traten äußerst ersatzgeschwächt an. Ich denke und hoffe, dass unsere Gegner mit etwas Abstand zu einer ähnlichen Einschätzung kommen.

Am 07.02. erwarten wir zum Heimspiel den TSV Stadecken/Elsheim, der aktuell einen guten Lauf und nur noch zwei Zähler Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze hat. Wir können uns also gewiss auf einen heißen Tanz und einen hoch motivierten Gegner einstellen.