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Keine Chance für die „letzten der Mohikaner“

Die Begegnung bei der 3. Mannschaft des TSV Wackernheim war im Prinzip schon am Anfang der Woche verloren. 5 Spieler des achtköpfigen Kaders meldeten, dass sie leider nicht zur Verfügung stehen. Zudem spielte die 4. Mannschaft parallel in Nieder-Olm und hatte ebenfalls mit Personalsorgen zu kämpfen, so dass sich die Bemühungen, überhaupt eine komplette, spielfähige Truppe auf die Beine zu stellen, als überaus schwierig erwiesen. Einen kurzen Moment hatten wir sogar daran gedacht, das Spiel zu schenken, aber das wäre ein Offenbarungseid gewesen und einem Verein wie dem RSV Klein-Winternheim absolut unwürdig!

Und so traten Thomas B. und Thomas S. zusammen mit Henrik, dem natürlich Spielpraxis fehlt und dessen Schulter leider immer noch nicht schmerzfrei ist, und 3 talentierten und motivierten Nachwuchsspielern die Mission Impossible an. Vorab ist lobend zu erwähnen, dass sich alle voll reingehängt und ihr Möglichstes versucht haben, so dass durchaus gute Leistungen zu sehen waren und wir den Gastgebern einen fairen Wettkampf liefern konnten.

In den Doppeln spielten sowohl Henrik und Maxim gegen Chitralla/Barthen als auch Tim und Ferdi gegen Klose/Meierhöfer gut mit. Eine reelle Chance auf einen Satzgewinn gab es jedoch nicht.

Thomas B. und Thomas S. (oder auch Birke und Stollo, wie ich uns ab sofort nennen werde), spielten zum ersten Mal zusammen und hatten im ersten Satz gegen Just/Wolf noch deutliche Abstimmungsprobleme. Ab dem zweiten Durchgang hatten wir uns dann sortiert, und es folgten vier enge, hart umkämpfte Sätze, in denen wir am Ende die Oberhand behielten und früh für den verdienten Ehrenpunkt sorgten.

Chancen auf weitere Spielgewinne hatten danach eigentlich nur noch Birke und Tim. Ich begann in einem äußerst gutklassigen Match gegen Barthen konzentriert und sicher, gab den ersten Satz dummerweise nach 9:7-Führung noch ab. Die nächsten beiden Sätze holte ich mir dann, agierte danach aber zu passiv und mit wenig Fortune, so dass ich mich leider 2:3 geschlagen geben musste.

Stollo fand gegen Chitralla nie zu seinem Spiel, zu wenig Zeit ließ ihm der Gegner mit seinen aggressiven Rückhandschlägen mit der kurzen Noppe. Ein ziemlich klares 0:3 war die Folge.

Ferdi machte seine Sache gegen Just vor allem im ersten Satz sehr gut. 8:11 ging dieser verloren, aber er wusste durchaus durch gute Angriffskombination zu gefallen. Die weiteren Sätze fielen etwas deutlicher aus, trotzdem war Ferdi’s Auftritt aller Ehren wert.

Wenn sich Henrik den Spieler der Wackernheimer hätte aussuchen können, gegen den er gar nicht spielen wollte, dann wäre das mit Sicherheit Abwehrspieler Klose gewesen. Genau mit dem bekam er es aber zu tun, das Endergebnis lautete leider 0:3. Spielte er in den ersten beiden Sätzen noch viel zu überhastet und übermotiviert, ließ er im Dritten dem Gegner auch mal die Chance, eigene Fehler zu machen. Fast hätte sich die Geduld ausgezahlt, aber am Ende stand ein knappes 13:15.

Maxim bekam es mit Routinier Meierhöfer zu tun. Ohne Angst ging er diese schwierige Aufgabe an, und es war toll, zu sehen, wie er das Coaching vor jedem Satz annahm und die Vorgaben umsetzte. Er konnte das Spiel relativ offen halten, aber gegen die mit viel Rotation gespielten Topspins und das schnelle Konterspiel hatte er erwartungsgemäß keine Chance.

Ein richtig gutes Spiel lieferte Tim gegen die Legende Claus Wolf ab. Alle 3 Sätze verlor er mit 2 Punkten Unterschied, in Durchgang 1 und 2 ging es in die Verlängerung. Ein bisschen Dusel hatte er bei dem einen oder anderen Ballwechsel auf seiner Seite, aber trotzdem war das eine super Vorstellung. Schade, dass Du Dich nicht mit einem Satzgewinn belohnen konntest.

Einen ähnlichen Verlauf nahm auch Birke’s Spiel gegen Chitralla. Mit 3:1 machte der Wackernheimer den Mannschaftssieg perfekt, wobei das Match auch eine ganz enge Kiste war. Ich muss mir nichts vorwerfen, habe nochmal alles versucht. Alle 4 Sätze waren richtig knapp, in den entscheidenden Situationen habe ich leider die BigPoints nicht gemacht.

Bleibt festzuhalten, dass wir das Beste aus der Situation rausgeholt haben und erhobenen Hauptes die Heimreise antreten konnten. Vielen Dank an die Jungs vom TSV für ihr Verständnis, vor allem aber an unser „junges Gemüse“ Tim, Ferdi und Maxim, die uns super unterstützt haben und bestimmt jeder für sich ein bisschen Erfahrung sammeln konnten

Bleibt zu hoffen, dass wir kommenden Freitag im Heimspiel gegen die starken Draiser mit einer deutlich stärkeren Truppe antreten können. Vor ein paar Wochen hatte ich ja aufgrund der Neuzugänge bzw. Rückkehrer frohlockt, dass wir in den Spielen der Rückserie tendenziell besser aufgestellt sind, als es vor allem am Ende der Hinrunde der Fall war.

Das gestrige Spiel war leider genau das Gegenteil davon. Ich hoffe einfach mal, dass es einfach nur eine unglückliche Häufung von Terminkollisionen gewesen ist, die bis zu Saisonende in dieser Form nicht noch einmal vorkommt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das ein einmaliger Ausrutscher gewesen ist.