4. Herrenmannschaft

Als Aufsteiger heißt das Primärziel in der neuen Spielklasse in den allermeisten Fällen ganz klar: Klassenerhalt. Nicht anders war dies auch bei unserer 4. Mannschaft, die als A-Klasse-Aufsteiger mit einer neu zusammengestellten Mannschaft erst in der höheren Liga Fuß fassen musste. Ein großer Pluspunkt in diesem Zusammenhang: Mit Eric Stiene hat die Vierte einen gewieften Trainerfuchs und Tischtennis-Fachmann als Mannschaftsführer, der in seinem Sport schon so ziemlich alles gesehen hat. Dazu kommen mit Rückkehrer Roland Meller, TT-Veteran Peter Hafner, Ex-Kreisligaspieler Jens Janz und dem im positiven Sinne tischtennis-verrückten Neuzugang Gerd Velthaus drei Leute, die ebenfalls das Potenzial für die A-Klasse aufweisen.
Leider mussten die Abteilungsverantwortlichen und die Mitglieder der 4. Mannschaft zu Saisonbeginn jedoch feststellen, dass man besser auf eine berühmte, englische Weisheit hätte hören sollen, die da lautet: „Fool me once, shame on you, fool me twice, shame on me.“ Auf deutsch: „Verarschst du mich einmal, ist es deine Schuld. Verarschst du mich ein zweites Mal, ist es meine Schuld.“
Und leider hat man sich von René Schley ein zweites Mal täuschen lassen. Shame on us!
Erfreulicherweise jedoch erwies sich der wieder genesene Mohsen Darej als guter Ersatz und so konnte unsere Mannschaft trotz der widrigen Verhältnisse und häufiger Ersatzstellung am Ende der Vorrunde mit Platz 9 eine passable Platzierung herausholen. Grund zum Durchatmen gibt es allerdings noch nicht, denn nur zwei Punkte trennen das Stiene-Team vom Abstiegsplatz. Der Kapitän erwies sich hierbei übrigens als der Mann mit den Nerven aus Stahl, denn von zwölf gewonnenen Einzeln (beste Bilanz des Teams) gewann Eric ganze acht Stück im Entscheidungssatz. Respekt hierfür.

5. Herrenmannschaft

Langezeit galt unsere Fünfte als das ungeliebte Kind der Abteilung. Nicht der Leute wegen, sondern wegen des Rufs der Mannschaft als „Urlaubs-Team“. Es schien wie ein Fluch: Egal, wie viele Leute man vor der Saison in die Fünfte meldete, immer hatte die vom ausdauernden Kapitän Werner Schäfer geführte Truppe mit massiven Ersatzproblemen zu kämpfe, immer ordnete sich die Mannschaft in den unteren bis untersten Tabellenregionen ein.
Diesmal war es anders und über lange Strecken der Vorrunde war unsere Fünfte neben dem Oberliga-Team die einzige Mannschaft, die regelmäßig punktete. Woran lag’s? Mehrere Gründe: Mit Edmund Groh und Hans-Jürgen Lauer verfügt das Team über ein gutes vorderes Paarkreuz. Die Mitte der Fünften wurde in dieser Saison komplett neu besetzt. Mathias Bergmann, letztes Jahr noch Mannschaftsführer des A-Klasse-Aufsteigers, entschloss sich selbstlos dafür, seine spielerische Klasse zum Wohle der nächsttieferen Mannschaft einzusetzen…oder so. Kann auch sein, dass er aufgrund der Bilanz runter musste. Ich kann mich da nicht mehr so genau erinnern. Aber die erste Version klingt edler.
Dazu kommt der nach Langzeitverletzung wieder voll ins TT eingestiegene junge Spieler Michael Holzfuß, der mich eines gelehrt hat: Mehr als zwei Jahre Sportpause bedeuten nicht zwangsläufig das Ende einer Karriere, wenn man die nötige Portion Ehrgeiz in sich hat und vom Tischtennissport einfach derbe begeistert ist. Respekt für dieses Comeback.
Im hinteren Paarkreuz hat Werner Schäfer eine Riesenbilanz erspielt oder besser gesagt erballonabgewehrt. Einfach verrückt, dieser Werner. Wäre der Dreikampf aus Gleitschirmfliegen, Marathonlauf und Tischtennis olympisch, Werner, du wärst ganz vorne!
Ein gutes Team, zweifellos. Dass sich Werners Schäfchen jedoch als heißer Aufstiegsanwärter erweisen und am Ende der Vorrunde auf Platz drei stehen würden, hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Verrückt. Und in der Rückrunde möchte ich mehr davon sehen. Und irgendwann punktet Werner auch nochmal mit einem Angriffsball. Allein dafür lohnt sich das Zugucken bei Spielen der Fünften!