Es war eine Saison mit vielen Höhen und nur wenigen Tiefen für die sechs Herrenteams des RSV Klein-Winternheim. Zwei Meisterschaften und eine Vizemeisterschaft bestätigten auch in dieser Spielzeit den erfreulichen Aufwärtstrend der letzten Jahre.

1. Mannschaft

Obwohl der zweite Platz in der 1. Verbandsliga Rheinhessen für das noch junge Ensemble um Mannschaftskapitän und Spitzenspieler Oliver Küssner eine durchaus respektable Leistung darstellt, konnten die ganz großen Hoffnungen auf die Meisterschaft leider nicht erfüllt werden. Nach der hauchdünnen 7:9-Heimpleite gegen Konkurrent FSV Mainz 05 II mussten unsere Jungs im Rückspiel feststellen, dass insbesondere in punkto Erfahrung die Spieler aus der Gutenbergstadt noch einen deutlichen Vorsprung haben. Nach dem 3:9 waren sämtliche Meisterschaftsambitionen des RSV-Teams zunächst ad acta gelegt, wenngleich noch immer mit dem Aufstieg in die Oberliga geliebäugelt werden konnte. Seit dieser Saison nämlich spielen die beiden zweitplatzierten Clubs aus den rheinhessischen und rheinländischen Verbandsligen sowie der Tabellenachte der Oberliga eine Relegation, bei der in diesem Jahr gleich zwei der drei Teilnehmer einen Platz für die nächste Saison erhalten.

2. Mannschaft

Als Aufsteiger in der Bezirksliga gestartet, hatte sich die ambitionierte Mannschaft um Kapitän Steffen Nagel einen Platz unter den ersten Drei zum Ziel gesetzt. Dass es am Ende gar zur Meisterschaft und zum direkten Durchmarsch in die 2.Verbandsliga reichen würde, war in dieser Form anfangs sicherlich nicht zu erwarten. Maßgeblichen Anteil am Erfolg hat in erster Linie Nachwuchstalent Nicolas Brusenbauch (14), der mit einer Einzelbilanz von 37:3 direkt zum besten Spieler der Liga avancierte. Und auch im Doppel – an der Seite von Oliver Haun – führte Nico am Ende die Bestenliste an. Auch Matthias Becker (15) konnte in dieser Spielzeit leistungsmäßig nochmals einige Schippen drauflegen und entwickelte sich damit zu einem wichtigen Faktor im Team. „Gerade unsere Jugendlichen haben in den wichtigen Spielen die Nerven behalten und oft die entscheidenden Punkte geholt“, weiß Steffen Nagel um die Qualitäten seiner Jungspunde. Doch auch Roland Preuß zeigte im hinteren Paarkreuz in dieser Saison eindrucksvoll, warum er im Verein liebevoll als „Walz aus der Pfalz“ bezeichnet wird, denn er überrollte mit seiner Spielweise nahezu jeden Gegner. Seine beiden Einzelsiege beim 8:8 gegen Aufstiegskonkurrent TuS Sörgenloch können ohne Zweifel als Schlüsselerfolge und Grundsteine für die Meisterschaft bezeichnet werden. Steffen Nagel resümmiert: „Unsere Ausgeglichenheit zusammen mit der Dominanz von Nico – und in der Vorrunde auch von David Weber – haben letztlich den Erfolg gebracht. Es war fast immer so, dass die Mannschaft einen schwachen Tag eines einzelnen Spielers wettmachen konnte. Außerdem hatten wir gute Ersatzleute aus der Kreisliga, die uns geholfen haben.“

3. Mannschaft

In ihrem zweiten Kreisliga-Jahr konsolidierte sich unsere 3. Mannschaft mit einem soliden fünften Platz und erwies sich einmal mehr als Sprungbrett für das ein oder andere Nachwuchstalent. Mit Florian Oehme (15) und David Schöne (13) hatten gleich zwei Jugendliche die Chance, sich in diesem Team, das ohne jeden Druck agieren konnte, ihre Sporen zu verdienen. Beide machten ihre Sache gut und erspielten sich Bilanzen, die Lust auf mehr machen. Mitgewirkt hat hieran auch „Käptn“ Claus Brusenbauch, der den Jungen aus seinem großen Erfahrungsschatz so manchen Ratschlag mitgeben konnte. Einziger Wermutstropfen im Gefüge der Dritten: In der Rückrunde musste häufig mit Ersatz gespielt werden, was Erfolg und Motivation ein wenig hemmte. Dies kann durch personelle Verstärkung in der kommenden Saison sicher vermieden werden.

Daher steht fest: Auch im nächsten Jahr wird unsere Dritte sich wohl kaum nach unten orientieren müssen.

4. Mannschaft

Bereits vor Saisonbeginn stand fest, dass es für die Vierte in der B-Klasse nur ein Ziel geben konnte. Und das hieß Aufstieg! Verstärkt durch die langjährigen Kreisliga-Akteure Jens Janz, Sascha Küssner (in der Rückrunde Peter Kaiser und Alex Smalskis) und Eric Stiene gelang es der Mannschaft von Mathias Bergmann nicht nur, sich Platz eins zu erobern, sondern dies auch ohne einen einzigen Punktverlust zu tun. 36:0 Punkte sprechen am Ende einer Saison eine deutliche Sprache und spiegeln die Dominanz der Mannschaft in der Liga wider. Noch mehr Zahlen gefällig? Insgesamt verloren die Spieler Kaiser, Smalskis, Janz, Küssner, Lauer, Stiene und Schley in der gesamten Saison gerade einmal sechs Einzel! „Ausschlaggebend war, dass die Hälfte unserer Spieler in der Klasse unterfordert war aber trotzdem konzentriert in jedes Spiel gegangen ist. Daher waren wir uns auch immer sicher, dass wir es schaffen“, fasst Mathias Bergmann den Erfolg seiner Mannschaft zusammen. Bemerkenswert: Aufgrund eines personellen Überangebotes in der Rückrunde setzte Bergmann selbst als Spieler mehrfach aus, begleitete sein Team als pflichtbewusster Mannschaftsführer aber dennoch zu jedem Spiel!

5. Mannschaft

Als nicht ganz so erfolgreich muss das Abschneiden unserer 5. Mannschaft in der B-Klasse bezeichnet werden. Wieder einmal litt das Team unter zahllosen Spielerausfällen, die eine konstante Leistung des Teams unmöglich machte. So reichte es am Ende nur zum vorletzten Platz. Bester Spieler der Fünften wurde Edmund Groh mit einer ordentlichen Bilanz im vorderen Paarkreuz. Wichtige Aufgabe der Abteilungsleitung wird es für kommende Saison sein, die Mannschaft personell zu stabilisieren und damit den leidgeprüften Mannschaftsführer Werner Schäfer zu entlasten. Das Potenzial für einen vorderen Platz ist in jedem Fall da!

6. Mannschaft

Für die Aufsteiger stand eine harte Saison in der C-Klasse an, die durch den langen Ausfall von Spitzenspieler Dieter Wagner zusätzlich erschwert wurde. Wagners Fehlen schwächte die Mannschaft gleich zweifach, da neben seiner Qualität als Einzelspieler auch das spielstarke Doppel Schneider/Wagner lange nicht gemeinsam agieren konnte. Die Konsequenz: Lediglich Platz acht in der Liga.