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Südwestmeisterschaften der B-Schüler 2008

Mit Marco Gottwald und Matthias Becker gingen gleich zwei Klein-Winternheimer B-Schüler bei den diesjährigen Südwestmeisterschaften im hessischen Crumstadt als Vertreter des Rheinhessischen Tischtennisverbandes an den Start. Der erste Turniertag begann mit der Mixed-Konkurrenz, in der sich Marco zusammen mit Chantal Graversen und Matthias mit Ann-Kathrin Becker (beide vom TSV Gau-Odernheim) in die zweite Runde kämpften, dort aber dann jeweils knapp scheiterten. Im Einzelwettbewerb musste Matthias dann im ersten Gruppenspiel dann leider direkt die letztlich entscheidende Niederlage einstecken. Gegen den Spieler Stofleth aus der Pfalz (den Matze bei der Südwestrangliste noch besiegt hatte) fehlte in den wichtigen Spielsituationen die Lockerheit und ein paar Mal auch das nötige Quentchen Glück, sodass Matthias sich mit 1:3 geschlagen geben musste. Obwohl er sich im zweiten Spiel deutlich steigerte und in einem tollen Spiel seinen Gegner aus Thüringen mit 3:2 niederrang, war das Vorrundenaus leider unausweichlich, da mit dem Spieler Walenzyk (Hessen) der Ranglistensieger und Topfavorit schlechthin als letzter Gruppengegner wartete. Gegen das druckvolle und kompromisslose Angriffsspiel des hessischen Nachwuchstalentes fand Matthias nicht die nötigen Mittel und unterlag schlussendlich mit 0:3. Trotz des für Matthias enttäuschenden frühen Ausscheidens bleibt festzuhalten, dass er spielerisch ohne jeden Zweifel mit der Konkurrenz in Südwestdeutschland mithalten kann und mit ihm auch in den nächsten Jahren auf überregionaler Ebene zu rechnen ist.
Auch Marcos erstes Einzel schien sich zu einem Fehlstart zu entwickeln, nachdem er in seinem ersten Spiel aufgrund vieler leichter Fehler sehr schnell mit 0:2 Sätzen in Rückstand geriet und im dritten Satz mit 1:4 zurücklag. Das folgende Time-Out entpuppte sich als absoluter Glückspunkt im Spiel, denn von diesem Moment an konnte Marco endlich Fahrt aufnehmen und begann mit aktiverem und mutigerem Agieren am Tisch das Spiel an sich zu reißen. Er gewann die folgenden Sätze recht klar und konnte sich im Entscheidungssatz dann hauchdünn aber letztlich verdient mit 11:9 durchsetzen. Durch diesen Erfolg beflügelt, entwickelte sich sein zweites Einzel zum Selbstläufer. Der Gegner aus Hessen konnte ihm zu keinem Zeitpunkt gefährlich werden und so stand am Ende ein deutliches 3:0 zu Buche. Im letzten Match ging es nun zwischen dem starken Wiesbadener Spieler Huyen und Marco um den Gruppensieg. Obwohl Marco sich hier durchaus wacker schlug, konnte er seine zeitweilige Überlegenheit (Satzbälle im zweiten und dritten Durchgang) nicht nutzen und unterlag etwas unglücklich mit 0:3. Als Gruppenzweiter hatte er nun also die schwere Aufgabe vor sich, im Achtelfinale einen Gruppensieger aus dem Rennen werfen zu müssen. In einem sehr spannenden und denkbar knappen Spiel konnte Marco sich dann aber tatsächlich im fünften Satz gegen den starken Noppenspieler aus Hessen durchsetzen und zog in die Runde der letzten Acht ein, wo ein weiterer Hesse auf ihn wartete. Auch dieses Aufeinandertreffen sollte sich als extrem ausgeglichen herausstellen, doch leider fehlte Marco hier in den entscheidenden Momenten die nötige Konsequenz, sodass sich einige alte Fehler einschlichen, die letztlich zur Spielentscheidung zu seinen Ungunsten führten. Das knappe Ergebnis (9:11;9:11;11:9;9:11) zeigt jedoch, dass er durchaus den Sprung ins Halbfinale hätte schaffen können. Nichtsdestotrotz ist eine Platzierung unter den besten acht Spielern in Südwestdeutschland aller Ehren wert!
Im Doppel schafften es Matthias und Marco dann trotz starker Leistung nicht über die erste Runde hinaus, da sie der starken Paarung Maus/Klein aus der Pfalz mit 2:3 unterlagen.
Die Teilnahme an den Südwestdeutschen Meisterschaften hat gezeigt, dass beide Spieler eine sehr positive Entwicklung durchgemacht haben, auf die man sehr stolz sein kann. Gleichzeitig war aber auch zu erkennen, dass „noch viel Luft nach oben ist“ und sowohl Marco als auch Matze noch viel Steigerungspotential aufweisen, das sich bei weiterem gezielten und regelmäßigen Training auf jeden Fall in naher Zukunft zeigen wird.